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17.05.05

Blogging in multiple languages using Movable TypeMehrsprachig bloggen mit Movable Type

When I first had a homepage nine years ago, I wrote all content and HTML by hand. Publishing in two languages at that time meant lots of copying and pasting. Later, I started to use SSI and then wrote myself a parser for multilingual content and Perl code, which is still active on my current homepage.

Für meine erste Homepage schrieb ich vor neun Jahren den ganzen Inhalt mit HTML-Tags von Hand. Zweisprachige Inhalte zu veröffentlichen hieß damals viel Kopieren und Einfügen. Später habe ich SSI verwendet und mir dann einen Parser für mehrsprachige Inhalte und Perl-Code geschrieben, der immer noch meine aktuelle Homepage antreibt.

Given my fascination for the richness of human language, it was clear to me that when starting a blog, I don't want to settle for just using the current lingua franca, English. So I decided to find a solution that will allow me to publish both in German and English. That proved to be harder than I thought.

Für mich war klar, dass ich ein Blog wenn, dann nur in zwei Sprachen verfassen möchte. Mich fasziniert die Vielfalt und der Reichtum der menschlichen Sprache zu sehr, als dass ich mich damit abfinden könnte, nur die aktuelle lingua franca Englisch zu verwenden. Also machte ich mich auf die Suche nach einer Lösung, die mir erlauben würde, sowohl deutsche als auch englische Inhalte zu veröffentlichen. Das war schwerer als gedacht.

Upon receiving no replies in the Movable Type community forum, I wrote my own MT plugin that helps me write multilingual content. I can write an entry like this

<!de>Zuerst die deutsche Fassung, <!en>then some english<!> and this applies to all languages.

thus dividing up the content in several languages. These language markers are not really tags in an SGML/XHTML sense, as they cannot be nested (which is intentional). They can be used even in post titles or category names, so that most content can be multilingual.

Auf meine Anfrage im Movable Type Community-Forum habe ich leider keine Antwort erhalten. Daher schrieb ich mein eigenes MT-Plugin, mit dem ich mehrsprachige Inhalte schreiben kann. Ein Eintrag sieht dann aus wie folgt:

<!de>Zuerst die deutsche Fassung, <!en>then some english<!> and this applies to all languages.

Das Plugin kann dann den Text für die verschiedenen Sprachen aufteilen. Diese Sprachmarkierungen sind nicht wirklich Tags im Sinne von SGML/XHTML -- sie können (absichtlich) nicht verschachtelt werden. Die Markierungen funktionieren sogar im Titel eines Eintrags und in Kategorienamen, sodass die meisten Inhalte mehrsprachig erscheinen können.

To create the actual pages, I duplicated each template for each language so that I now have two index pages, two archive pages etc. Unfortunately, I haven't found a way to create multiple files from one template yet. Another approach that I am still thinking about is to create only a single set of pages and use a post-processor to split up the content.

Zur Erzeugung der Seiten habe ich jede Vorlage für jede Sprache kopiert, sodass ich nun zwei Index-Seiten, zwei Archivseiten etc. habe. Leider habe ich noch keinen Weg gefunden, aus einer Vorlage mehrere Seiten zu erzeugen. Eine andere Idee, die ich noch verfoge, ist, die Seiten von MT nur einmal erzeugen zu lassen und dann mit einem separaten Programm aufzuteilen.

So far, the system works remarkably well, even without hacking MT (something I wanted to avoid). However, I still have problems with trackbacks -- currently, a trackback shows all the text, which can be a bit confusing.

Bisher funktioniert das System überraschend gut -- sogar, ohne MT anpassen zu müssen (was ich vermeiden wollte). Leider habe ich immer noch Probleme mit Trackbacks. Da wird bisher der ganze Text angezeigt, was dann manchmal etwas verwirrt.

Verfasst von crenz um 11:53 | Kommentare (1) | TrackBack

15.05.05

Links zu PfingstenLinks for Pentecost

Es ist interessant, wie verschiedenartig man über Pfingsten nachdenken kann. Am Geburtstag der Kirche schreibt Simon Cozens darüber, dass er gerade nicht mehr gerne zur Kirche geht. Reinhold gibt einige sehr herausforderne Gedanken zu Erweckung wieder, Wulf schreibt über Pfingsten, den Fluch von Babel und das Internet und Mark berichtet von einem interessanten Pfingstgottesdienst.

Das Pentecost Grid Blog sammelt Postings von verschiedensten Autoren – noch nicht über den ganzen Globus verteilt; hoffentlich schaffen wir das nächstes Jahr. Ich habe auch einen Beitrag geschrieben.

It is interesting what different kind of reflections can be found on this day of Pentecost. On the church's birthday, Simon Cozens muses about not really liking to go to church anymore. Reinhold shares some very challenging thoughts on revival, Wulf writes about Pentecost vs. Babel and Mark shares about an interesting Pentecost service.

The Pentecost Grid Blog collects posting on Pentecost from many different authors, not quite yet all over the globe, but let's hope we manage to achieve that next year. I contributed as well.

Verfasst von crenz um 23:36 | TrackBack

O komm, du Geist der Wahrheit!Come ye, spirit of truth

Teil desPart of the Pentecost Grid Blog

Dieser Tage wundern sich vermutlich wieder einige Menschen, was an Pfingsten so wichtig ist, dass wir es in Deutschland mit zwei offiziellen Feiertagen (Pfingstsonntag und -montag) begehen. Mit Weihnachten und Ostern können die meisten Menschen noch etwas anfangen, aber die Bedeutung von Pfingsten ist in unserer entkirchlichten Gesellschaft mittlerweile weitgehend unbekannt. Selbst diejenigen, die die „richtige“ Antwort kennen („Ausgießung des Heiligen Geistes“) tun sich allerdings schwer damit, dem irgendeine praktische Bedeutung zuzumessen.

Auch in christlichen Kreisen ist der Umgang mit Pfingsten nicht immer problemfrei: Für Charismatiker und Pfingstler ist das natürlich der „Hausfeiertag“, aber trotzdem ist man sich unsicher, wie man ihn feiern soll. Und in anderen Denominationen tut man sich mit dem Feiertag teilweise noch schwerer. Gewiss, eine offizielle Antwort gibt es immer, aber wie feiere ich diesen Tag persönlich, für was bin ich Gott dankbar? Welche Rituale gibt es für Pfingsten, wenn man keine Krippe, keine Ostereier, keinen Weihnachtsbaum verwenden kann? Ist Pfingsten außerhalb des Gottesdienstes mehr als nur ein normaler Sonntag für mich?

Eine interessante Sichtweise von Pfingsten ist die als Geburtstag der Kirche. In Matthäus 16, 18 kündigt Jesus schon den Bau seiner Gemeinde auf dem Felsen Petrus an, und wir lesen in der Apostelgeschichte von Petrus' beeindruckender Antrittspredigt, die so gar nichts von dem stürmischen, vorschnellen, unsicheren Petrus erkennen lässt, den wir in den Evangelien kennenlernen. In der Folge heißt es „…und der Herr tat täglich hinzu…“ – ein Gemeindewachstum, wie es im Buche steht.

Den wichtigen Zwischenschritt, der das möglich machte, finden wir in Apostelgeschichte 2: Die Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Es ist wichtig, sich an dieser Stelle zu erinnern, dass es nicht um eine Geisteshaltung, nicht um göttliche Gedanken, nicht um spirituelle Erfahrungen geht, sondern darum, dass Gott selbst in den Gläubigen lebt. In unserer modernen Gesellschaft findet dieser Gedanke weiten Anklang: Der „Funke Gottes in uns“, eine „göttliche Kraft oder Idee“, das ist oft Ausdruck dessen, dass eine wie auch immer geartete gelebte Religiosität nicht nötig ist, weil wir Gott ja schon in uns tragen. Die Idee dahinter ist: Wir sind alle „ein bisschen Gott“.

Davon spricht das Neue Testament allerdings nicht! Es geht nicht um einen Gedanken oder eine Idee, die unserer Kontrolle unterliegt. Es geht um eine Machtaufgabe, es geht um einen Gott, der souverän unser Leben führt und zu einem guten Ende bringt, auch wenn wir ihm manchmal dabei ganz gehörig in die Quere kommen.

Die Folge dessen für die Kirche als Institution ist, dass der christliche Glaube nicht primär auf Gedenken, Erinnerung und Bewahrung ausgerichtet ist, sondern vielmehr auf aktives Handeln, Verändern unserer ungerechten Gesellschaften hin zu Gottes Gerechtigkeit und Bauen des Reiches Gottes.

Das muss auch unser persönliches Handeln prägen: Gott wirkt schöpferisch in uns und trotz uns. Nutzen wir diese Zeit, um ihm für dieses Privileg zu danken. Wir brauchen Mut, diese Welt zu verändern. Und wir brauchen Demut, zu erkennen, dass unser Denken und Handeln immer noch durchdrungen ist von unseren eigenen Wünschen – was die Geschichte der Kirche leider ebenfalls zeigt.

These days, probably quite a few people wonder what is so important about Pentecost that in Germany we like to celebrate it with two public holidays (Pentecost Sunday and Monday). Most people know some of the background of Christmas and Easter, but the meaning of Pentecost has mostly been lost in our post-church society. Even those that know the “correct” answer (“outpouring of the holy spirit“) find it hard to attach any practical importance to it.

Even in christian circles it is not easy to deal with Pentecost: Even though it is sort of a “home base” for pentecostals and charismatics, we are still unsure how to celebrate it, and in other denominations it can be even worse. There is an official answer, of course, but how do I celebrate this day personally? What do I thank God for? What rituals are there for Pentecost when there's no nativity, no easter eggs, no christmas tree? Once the service is over, is Pentecost still more than a normal sunday for me?

An interesting description of Pentecost is that as the birthday of the church. Jesus announces building his church on Pete in Matthew 16:18, and Pete's impressive sermon in Acts catches us as a surprise after the easy to anger, hasty and somewhat insecure Pete we get to know in the Gospels. After that, we read that “…the Lord added daily” – model church growth that is to be envied.

The very important step in between that made all this possible can be found in Acts 2: Being filled with the holy spirit. At this point, it is important to remember that we are not talking about a frame of mind, godly thoughts or spiritual experiences, but about God himself living inside those who believe in him. Our modern society likes to express this thought as “the spark of God in us”, a “godly power or idea”, often to explain that being religious is not necessary since we already carry God in us. We all are God – to some extent

However, that is not what the new testament talks about! It is not about a thought or idea that is under our control. It is about yielding power, about a sovereign God that powerfully leads our life and brings it towards a good finish, even despite our hindering him somewhat sometimes.

For the church as an institution, this means that christian faith is not primarily focused on remembrance, recollection and preservation, but on acting, changing our unjust societies towards God's justice and building the kingdom of God.

This also must influence our own personal life: God acts creatively in us and despite us. Let's use this time to thank him for this privilege. We need courage to change this world. And we need humility to recognize that our thoughts and our actions are still permeated by our own wishes – as can be seen throughout church history.

Verfasst von crenz um 20:10 | TrackBack

09.05.05

Ein lebendes GeheimnisA living mystery

Zum Eintrag von vor ein paar Tagen passt das folgende Zitat, das ich vor kurzem gesehen habe.

The following quote relates to my blog entry a few days ago.

“To be a witness does not consist in engaging in propaganda, nor even in stirring people up, but in being a living mystery. It means to live in such a way that one's life shall not make sense if God did not exist.”
Cardinal Emmanuel Suhard

Verfasst von crenz um 01:48 | TrackBack

08.05.05

A History of the GUI

Auf ars technica ist ein interessanter Artikel zur Geschichte der grafischen Oberflächen erschienen. Das folgende Zitat fand ich sehr anregend (Hervorhebung von mir):There's an article on GUI history on ars technica. It's a nice read. It has this interesting quote that intrigued me (my emphasis):

Douglas Englebart completed his degree in electrical engineering in 1948 and settled down in a nice job at the NACA Institute (the forerunner of NASA). However, one day while driving to work he had an epiphany: he realized that his real calling as an engineer was not to work on small projects that might only benefit a few people. Instead, he wanted to work on something that would benefit all of humanity.

Verfasst von crenz um 23:47 | TrackBack

05.05.05

PerlTidy aus SubEthaEdit heraus aufrufenCalling PerlTidy from SubEthaEdit

SubEthaEdit ist ein wunderbarer Editor mit vielen Features, aber eines fehlt: Die Möglichkeit, bequem externe Werkzeuge aufzurufen. In letzter Zeit bin ich ein Fan von PerlTidy geworden. Mit dem folgenden AppleScript kann man PerlTidy bequem über das Skript-Menü aufrufen. Es ersetzt den Text des aktiven Dokuments. Ist mal etwas schief gegangen, macht ⌘Z die Änderungen rückgängig. SubEthaEdit is a wonderful editor with many features, but it lacks one thing for me: A comfortable way to call external utilities. In the last few weeks, I became a PerlTidy aficionado. Using the following AppleScript, you can call PerlTidy from the script menu. It replaces the text of the active document. If something goes wrong, ⌘Z reverts the changes.

tell application "SubEthaEdit"
	set pt to "-ce -bar -vtc=2 -pt=2 -sbt=2 -bt=2 -wba=\"? : .\""
	if the number of documents > 0 then
		set doc_text to the text of document 1 as string
		
		set f_perltidy_in to "/tmp/perltidy.in"
		
		try
			do shell script "rm " & f_perltidy_in & " "
		end try
		
		set f_in to open for access (f_perltidy_in as POSIX file) ¬
			with write permission
		try
			write doc_text to f_in
			close access f_in
		on error
			close access f_in
			return
		end try
		
		set cmd to "perltidy " & pt & " < " & f_perltidy_in
		set output to do shell script cmd
		set the text of document 1 to output
	end if
end tell

Verfasst von crenz um 20:47 | TrackBack

04.05.05

Safari: Untergetaucht oder irrelevant?Safari: Disappeared or irrelevant?

Und noch etwas von Spiegel Online: Frank Patalong macht sich Gedanken über den steigenden Marktanteil von Firefox, und nebenbei fällt auf: Safari liegt bei unter 0,45%? Sonst würde er ja wohl in der Tabelle auftauchen…

Update: Bei O'Reilly hat Safari immerhin einen Marktanteil von 3,85%.

And something else from Spiegel Online: Frank Patalong writes about rising market shares for Firefox, and while reading the article, I noticed that Safari should be below 0,45%? If not, it should appear in the table…

Update: On O'Reilly's site, Safari has a market share of 3,85%.

Update 2: In einem weiteren Artikel erwähnt Spiegel Online jetzt Safari als Teil der anderen Browser (0,31%)In a current article, Spiegel Online mentions Safari as part of the other Browsers (0.31%)

Verfasst von crenz um 09:46 | TrackBack

Zum Thema EvangelisationsstrategienRegarding evangelisation strategies

Bei allem Nachdenken über verschiedene Generationen, Evangelisations- und Gemeindebaustrategien für moderne, postmoderne und entkirchlichte Gesellschaften ist es manchmal einfach, die Grundlagen aus dem Blick zu verlieren.

Zum Glück liefert Nils Minkmar von der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ wertvolles Feedback, woran's wirklich hakt (gefunden über Spiegel Online, Hervorhebung von mir):

When you're caught up in generation and culture-aware evangelisation and church planting strategies for modern, postmodern, unchurched and other societs, it is sometimes easy to lose sight of the basics.

Fortunately, Nils Minkmar of the “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ gives us some feedback to let us know what is really important (found via Spiegel Online, my emphasis):

„Selbst die Katholiken, die ich kenne - und man muß ja schon gezielt danach fragen, zu welcher Konfession jemand gehört, um es zu erfahren; man kann es kaum noch aus dem Verhalten, dem Milieu, den Ansichten erschließen -, sind weniger fromm, weniger praktizierend, gehorchen weniger den Sittenlehren denn je.“

(Unauthorized translation: Even the catholics that I know – and you purposely have to ask what denomination someone belongs to to know it, since it is hardly possible to infer it from the behaviour, milieu or views – are less pious, less practicing, obey the moral law less than ever“.

Jesus drückt das noch etwas krasser aus.

Jesus expressed the same thing rather strongly.

Verfasst von crenz um 09:14 | TrackBack