10.09.08
Karriere kreuz & quer
Über den FontBlog bin ich auf Yves Peters gestoßen. Er übernimmt den neuen internationalen Typo-Blog FontFeed.
Im Fontshop-Blog beschreibt er seinen Werdegang. Wirklich interessant zu lesen, wie er über manche krumme Wege nun dort angekommen ist, wo er sich beruflich wohlfühlt.
Verfasst von crenz um 13:28 | Kommentare (0) | TrackBack
08.09.08
Medaillenspiegel Paralympics
Weil ich am Wochenende in die Eröffnungszeremonie der Paralympics reingezappt hatte, wollte ich heute mal interessehalber etwas mehr über den Ablauf und den aktuellen Medaillenspiegel herausfinden. Mein erster Weg führte mich zur Zeit, weil ich dort schon die Berichterstattung zu den Olympischen Spielen mitverfolgt hatte. Aber leider wurde wohl dort die (eh schon eigens erstellte) Olympia-Website mit Newsticker, Medaillenspiegel, Hintergrundinformation etc. nicht für die Paralympics wiederverwendet. Stattdessen könnte man die Paralympics fast übersehen im Gewirr von normalen Sportnachrichten, die mittlerweile wieder vorherrschen. Auch mit Google wurde ich zunächst nicht fündig. Sehr schade eigentlich. Denn die Paralympics sind doch eigentlich eine sehr große und beachtenswerte Veranstaltung - unabhängig davon, ob man selbst eine körperliche Behinderung hat oder nicht. Aber scheinbar sind die Medien nicht so richtig daran interessiert, auch wenn die Chinesen sich mit der beeindruckenden Eröffnungsveranstaltung wieder viel Mühe gemacht haben. Zum Glück bin ich dann doch noch bei der BBC fündig geworden: Dort gibt es unter "Other sport..." immerhin eine Zusammenstellung der Artikel zu den Paralympics und tatsächlich den ersehnten Medaillenspiegel..
Verfasst von crenz um 19:46 | Kommentare (0) | TrackBack
05.06.08
Modernes Medienfreiwild
„Woher soll der normale Fernsehzuschauer wissen, wie gefährlich ein Fernsehauftritt werden kann?“Beim Mails aufräumen gefunden: Spiegel Online schrieb schon vor einiger Zeit mal über das Schicksal von DSDS-Kandidaten, die vor laufender Kamera mangelndes Talent bewiesen. Von Hunderten von Anrufen wird berichtet; sogar die gläserne Haustür eines Kandidaten wurde eingetreten. Was mir allerdings auffiel: Es ist nur von einem Mangel an Verantwortung seitens RTL die Rede, nicht aber von einem Mangel an Verantwortung seitens einer Gesellschaft, die solche Opfer als Freiwild betrachtet. Man muss sich ja schon mal fragen, welche Affen sich hier ihr Ego boosten, indem sie ihnen unbekannte Personen anrufen und ihnen Schimpfworte an den Kopf werfen...
Verfasst von crenz um 23:14 | Kommentare (0) | TrackBack
28.03.08
Glückskekse
Für alle X, wobei X Element ist von Q, gilt, dass wenn P, dann auch X. Und dann dämmert es einem, dass moderne, analytische Philosophie etwas anderes ist als die Mischung aus Glückskeksweisheiten und Psychologie, für die sie oft gehalten wird.Die Zeit schreibt über Philosophen. Nett zu lesen!
Verfasst von crenz um 08:56 | Kommentare (0) | TrackBack
02.05.07
International Health Services
Während meiner Zeit in Singapur war es sehr hilfreich, eine Auslandskrankenversicherung bei einem deutschen Krankenversicherer (DKV) zu haben - die Erstattung war schnell und problemlos, und meine singapurischen Freunde konnten teilweise kaum glauben, was mir alles erstattet wurde.
Simon ergeht es wohl leider nicht ganz so gut - er hat zur Zeit Probleme mit der International Health Services (IHS). Hoffentlich kriegt er sein Geld doch noch zurück...
Verfasst von crenz um 11:56 | Kommentare (0) | TrackBack
23.03.07
Sex sells
Über den Schockwellenreiter habe ich mal wieder etwas über Muzi Mei gelesen. In der Süddeutschen gibt es auch ein interessantes Interview mit ihr, und auf YouTube findet sich ein Video-Interview (auf Englisch).
Die Begeisterung über das, was sie erreicht hat, kann ich allerdings nicht ganz teilen. Ich will durchaus nicht die unterdrückenden Strukturen kleinreden, die in der chinesischen Gesellschaft sicherlich noch vorherrschen, im Gegenteil. Es ist dann aber doch etwas enttäuschend, wenn die Revolution gegen diese Strukturen als Ziel nur das freie und unbeschränkte Ausleben der eigenen Sexualität sieht. Immerhin erhofft sich Muzi Mei wohl, dass auch andere in den Genuss ihrer Errungenschaften kommen. Sonst würde ich ihre Bemühungen als rein egoistisch einschätzen.
Verfasst von crenz um 19:17 | Kommentare (0) | TrackBack
05.07.06
Ausgeträumt
Schade, der Traum vom WM-Sieg hat nun ein Ende. Vor der WM hätte ich nicht gedacht, dass mich die Spiele so faszinieren würden. Um ehrlich zu sein, war ich einer der stärksten WM-Muffel :-). Aber während der WM hat's mich dann doch gepackt - wie so viele.
Der beste Akteur war für mich Jürgen Klinsmann. Ich bin sehr beeindruckt davon, wie er es geschafft hat, das, worin er sich sicher war, durchzusetzen und sich in anderen Fragen kompetent beraten zu lassen. Sich also weder von den bestehenden Strukturen vereinnahmen zu lassen noch als Einzelkämpfer seine eigenen Vorstellungen zu erzwingen. Letztendlich hat er es geschafft, in und außerhalb Deutschlands das Bild vom deutschen Fußball auf den Kopf zu stellen. Auf den intelligenten, fairen, schnellen Fußball der deutschen Mannschaft kann man mit Recht stolz sein.
Ich würde mir wünschen, dass dieser Mut Nachahmer findet. Nicht nur in der Bundesliga, sondern auch in der deutschen Politik.
.Verfasst von crenz um 17:38 | Kommentare (0) | TrackBack
22.03.06
Neue Kocherkenntnisse
Vor einiger Zeit hat mir ein Freund Pastinaken empfohlen – ein deutlich unterschätztes Gemüse, das angebraten einen leicht zimtigen Geschmack bekommt. Ein Blick ins Wörterbuch hat mir verraten, dass ich die Knollen in England schon als parsnips kennengelernt hatte. Ich habe daraufhin vor kurzem im Bioladen welche gekauft und mit etwas Curcuma, Knoblauch, gemischter Pfeffer und Lorbeer angebraten. Sehr lecker!
Heute habe ich herausgefunden, dass die restlichen Pastinaken auch in einem Curry sehr lecker schmecken, vor allem in Curry ohne Limetten. Leider habe ich in diesem Curry eine übrig gebliebene Limette resteverwertet. Schlechte Idee…
So was passiert halt, wenn man beim Kochen improvisiert. In Zukunft gelobe ich feierlich: Nix Saures im Curry mehr. Limetten kommen mir nur noch in Obstsalat und Tom Yam-Suppe.
Verfasst von crenz um 22:35 | Kommentare (0) | TrackBack
11.03.06
Was Mann trägt
Zur Zeit bin ich auf der Suche nach einem neuen Anzug. Neben der obligatorischen Fahrt nach Metzingen und dem Stöbern durch die Läden in der Königsstraße habe ich mich heute auch im Internet schlau gemacht.
Die deutsche Wikipedia ist nicht sehr ausführlich, aber die englische Wikipedia ist eine gute Quelle, um sich erst mal die Grundlagen zum Thema Anzug zu Gemüte zu führen – zum Beispiel, wie man das Ding denn eigentlich zuknöpft (bei Einreihern prinzipiell alle bis auf den untersten Knopf). Wissenswert ist auch der Unterschied zwischen einem Smoking (auf deutsch) und einem Pinguin Frack (auf deutsch).
In der Kategorie Männerkleidung findet sich noch anderes interessantes, u.a. der Anzug für faule Politiker. Gut ist auch der Hinweis auf Emily Posts Etiquette, ein Werk aus dem Jahre 1922. Das Fazit bisher: Prinzipiell sollte man sich mindestens fünf bis sechs Anzüge kaufen, dann ist man für alle Gelegenheiten gerüstet. Und das natürlich je mindestens zweimal – zum wechseln.
Das sehr sympathische Stoffwerk gibt für Einsteiger noch einige Tipps, wie man sich korrekt kleidet und macht richtig Lust auf den maßgeschneiderten Anzug.
Maßgeschneidertes gibt es auch bei TailorShirts – dort man kann selbst bei sich Maß anlegen und über das Internet Hemden bestellen. Hintergründe über die Firma konnte ich aber nicht in Erfahrung bringen. Ziami gibt da schon mehr von sich preis: Die maßgeschneiderten Hemden (und seit neuestem sogar Anzüge) werden in Thailand hergestellt – da sind die Preise nicht mehr verwunderlich. Der Vertrieb wird offiziell als Direktvertrieb dargestellt, beruht aber eigentlich auf MLM. Das System scheint recht erfolgreich zu sein, vertrauenswürdiger wird es dadurch nicht unbedingt…
Verfasst von crenz um 20:55 | Kommentare (0) | TrackBack
27.01.06
Der Ethische ist der Dumme
In den letzten Tagen wurde Googles neue Chinesische Suchseite (die chinesischen Bestimmungen und Zensur unterliegt) auf fast jeder Nachrichtensite heftig kritisiert. Bisher konnten (von der chinesischen Regierung) unerwünschte Inhalte mit Google gefunden werden; der Zugriff wurde aber durch die chinesischen Internetprovider blockiert. Jetzt übernimmt Google das Filtern selbst. Heute hat Google dazu eine Erklärung in ihrem Blog abgegeben.
Die meisten Artikel, die ich zu dieser Angelegenheit gelesen habe, legen nahe, dass Googel sich einen Weg um seine eigene Regel „Don‘t be evil“ sucht, um mehr Profit zu machen. Einige Artikel erwähnen wenigstens, dass viele große Suchmaschinen und Internetdienste sich still den Anforderungen der chinesischen Regierung gebeugt haben, und Spiegel Online meint sogar, Yahoo wäre ehrlicher als Google: Sie geben zu, dass sie unmoralisch Geld in China verdienen wollen, winden sich aber nicht durch irgendwelche Erklärungen.
Die ganze Angelegenheit ist nicht einfach, und sowohl die Argumente von Google als auch die der Kritiker sind zu einem gewissen Grad überzeugend. Aber eines fiel mir besonders auf: Zwar wurden Yahoo und andere Firmen in der Vergangenheit auch kritisiert, aber haben lange nicht so viel Feuer auf sich gezogen wie Google. Viele erwarten von Google, dass sie ihr Verhalten begründen, ohne an andere Firmen die gleiche Anforderung zu stellen (mich würden z.B. die Bedingungen interessieren, unter denen der – in China höchst populäre – MSN Spaces-Dienst angeboten wird). Was ist also die Moral von der Geschichte?
Statt zu versuchen, nicht „böse“ zu sein (und es manchmal nicht zu schaffen), scheint es mir: Die Leute ziehen es vor, wenn man ganz offen böse ist.
Verfasst von crenz um 23:33 | Kommentare (0) | TrackBack
17.01.06
17. Januar
Heute habe ich Geburtstag - und noch ein paar andere Leute.
Verfasst von crenz um 00:00 | Kommentare (6) | TrackBack
13.01.06
Caution: DRM inside
Via / musing / struggling / dreaming /, bin ich auf diesen interessanten Artikel über die Konsequenzen von DRM bei groklaw.net gestoßen.
Für viele ist der Computer mittlerweile zu einem Werkzeug geworden, das sie in vielen verschiedenen Bereichen ihres Lebens unterstützt: Erholung, Kontaktpflege, kreative Arbeit, zusätzliches oder Haupt-Telekommunikationsgerät, hauptsächliches Werkzeug, um den Lebensunterhalt zu verdienen… Ich jedenfalls bin von meiner Maschine mittlerweile relativ abhängig. Das macht die Ansprüche der Copyrightverwaltungsindustrie umso bedrohlicher – auch weil ich auch selbst auf meinem Computer kreative Inhalte erstellen, und ich will garantiert nicht, dass irgendein Rootkit in meinen selbst erstellten MP3s und AACs herumschnuppert.
Ich hoffe, dass Apple in Zukunft nicht zu sehr nachgibt…
Verfasst von crenz um 01:38 | Kommentare (0) | TrackBack
23.12.05
Chinesische Ausdrücke
Zoe aus Shanghai hat in ihrem Blog eine Liste chinesischer Ausdrücke mit englischen Übersetzungen. Ich denke, die Liste stammt aus einem chinesischen Englischbuch, aber für mich ist sie ebenso praktisch.
Ich würde mich ja gerne mit einem „谢谢“ bei ihr bedanken, aber ich will mich nicht bei Microsoft Passport anmelden, nur um in einem Blog Kommentare hinterlassen zu können…
Verfasst von crenz um 09:36 | Kommentare (0) | TrackBack
18.11.05
Oma Hardcore
Ihr heutiger Lebensstil - aufstehen, ein paar Stunden Gaming, dann ein gutes Buch Lesen, ein bisschen Ölmalen, mit den Enkeln eine Runde Konsolengolf und dann wieder auf Zombiejagd - ist ein Blick in die Zukunft unserer Gesellschaft. (...) „Ich gehe davon aus, dass ich bis an mein Lebensende zocken werde“.
Oma Hardcore im God Mode, Spiegel Online
Scheint als ob es nicht mehr wünschenswert ist, Zeit mit anderen zu verbringen oder ihnen zu helfen. Das ist ein ziemlich trauriges Ziel für das Ende des Lebens.
Verfasst von crenz um 13:49 | Kommentare (0) | TrackBack
26.09.05
Wladimir Kaminer zum Thema Kunst
Im Interview mit Spiegel Online äußert Wladimir Kaminer einige interessante Gedanken zum Thema Kunst:
SPIEGEL ONLINE: Sie haben gesagt: „Ich will keine Kunst machen, sondern das Gegenteil“. Aber was ist, erstens, schlecht an Kunst und zweitens, was bitte, ist ihr Gegenteil?
Kaminer: Kunst fällt für mich unter den Begriff der Schöpfung. Der Künstler stellt sich mit Gott auf eine Stufe und sagt: „Find ich alles unkorrekt. Ich will das besser machen.“ Dann schafft er einen Gegenentwurf. In der Regel sieht der noch pissiger aus als die realexistierende Schöpfung - oder ist angeberisch, unwürdig.
SPIEGEL ONLINE: Und das Gegenteil dazu ...
Kaminer: ... ist Forschung. Da sagst du: „Okay, das sieht alles ziemlich schräg aus. Aber wahrscheinlich liegt es an uns Menschen. Wir werden wohl nie herausbekommen, wie alles miteinander verbunden ist. Aber wir versuchen zu forschen, um diese Feinheiten zu aufzuklären!“ In der Kunst behauptet der Künstler sich selbst. In der Forschung kniet man quasi vor der Schöpfung. Dieses Knien kann man natürlich auf unterschiedliche Art und Weise machen.
Auch der Rest des Interviews ist sehr lesenswert.
Verfasst von crenz um 06:52 | Kommentare (0) | TrackBack
09.06.05
Open Business Club
Beziehungsnetze haben gerade Hochkonjunktur im Internet. Bisher war ich allerdings nicht wirklich davon überzeugt: Friendster hat mir bisher eigentlich nix gebracht, und der Bericht von Steve Lawson über sms.ac hat mich eher abgeschreckt.
Vor ein paar Tagen hat mich Alexander Benner zum Open Business Club eingeladen. Meine Hauptmotivation beizutreten war, vielleicht Kontakte zu möglichen Arbeitgebern zu knüpfen. Mittlerweile bin ich völlig überzeugt von dem Konzept: Ich habe schon nach einem Tag Recherche einige Kontakte zu früheren Kollegen, Kunden und anderen Freunden geknüpft. Es hat mich völlig überrascht, wie viele Leute ich dort schon kenne. Besonders freut mich, dass man nicht nur aufstrebende MBAs, sondern Leute aus allen Branchen findet – sogar Musiker und Pastoren. Ich freue mich schon auf den fruchtbaren Austausch mit Leuten aus den verschiedenen Bereichen, in denen ich aktiv bin.
Die ganze Webseite scheint mir sehr seriös zu sein, man kann sie auch ohne zu bezahlen gut nutzen und man wird nicht für das Anwerben neuer Mitglieder etc. belohnt – es geht mehr um Qualität denn Quantität.
Anmeldung bei OpenBC (als mein Kontakt).
Verfasst von crenz um 09:18 | Kommentare (0) | TrackBack